Zunächst digitalisierte das Unternehmen mittels einer Projektmanagement-Software (Hero-Handwerkersoftware mit Cloud & App) die komplette Projektabwicklung. Via Betriebs-Tablets und -Handys können die Geschäftsführer, das Büro-Team und die Mitarbeitenden auf der Baustelle auf dem gleichen, aktuellen Stand bleiben. Die Software deckt alle Buchungsvorgänge mit Eingangs- und Ausgangsrechnungen sowie die Mitarbeiterverwaltung und Zeiterfassung ab. Statt Projekte auf Pinnwänden zu planen und Projektergebnisse auf Zetteln festzuhalten, wird ein Bautagebuch geführt, das die Projekt- bzw. Baufortschritte bildlich mit Fotos und Videos dokumentiert. Das schafft Transparenz und eine präzisere Kommunikation zwischen dem Team und der Kundschaft, steigert die Effizienz der Mitarbeitenden und verringert die Fehlerquote. Durch die integrierte Daten-Schnittstelle (IDS-Connect) der Software können darüber hinaus stets tagesaktuelle Materialpreise entnommen werden – vorausgesetzt, die Händler nutzen dieselbe Software. Für die Angebotsabwicklung ist dies aufgrund der wegfallenden Preisanfrage per Mail eine große Zeitersparnis und auch die Preiskalkulation lässt sich dadurch schneller und genauer gestalten.
Kurz darauf folgte eine weitere Software (Hilti ON!Track), die alle Betriebsmittel und Mengenartikel digital erfasst. Dafür wurden alle Gegenstände (wie z.B. Fahrzeuge, Werkzeuge und Material) mit einem eigenen Code versehen. Dadurch kann mit dem Smartphone jeder Artikel, der entnommen oder (zurück)gebracht wird, ein- und ausgebucht werden. Nicht nur die Inventur wird so vereinfacht; auch die nachhaltige Wiederverwendung von Ressourcen ist damit effizienter.
Weitere Digitalisierungsaspekte des Unternehmens sind Gateway-Tracker für die Fahrzeugflotte und Bluetooth-Tracker für Werkzeuge. Diese vereinfachen die Koordination und Kommunikation der Mitarbeiter untereinander und sparen Zeit: Wer ist aktuell mit welchem Fahrzeug unterwegs und hat ein Spezialwerkzeug dabei? Für die Mitarbeitenden macht es diese Transparenz auch einfacher, Ordnung zu halten und beispielsweise zu überprüfen, ob am Ende des Arbeitstages die Werkzeuge vollständig sind. Auf dem Bau nutzen die Handwerker darüber hinaus eine Drohne, die Luftaufnahmen von der Baustelle macht. Diese können nicht nur werbewirksam für die Social Media-Accounts des Unternehmens genutzt werden, sondern auch für die Projektplanung selbst: Mittels der Verknüpfung mit einer weiteren Software erstellt die Zimmerei eine 3D-Punktewolke und enthält so ein digitales Abbild der Baustelle mit Maßstäben.